Lichttherapie (Phototherapie)

Die dermatologische Lichttherapie (Phototherapie) stellt eine Säule der Behandlung zahlreicher Hauterkrankungen dar.

Wir bieten in unserer Praxis Ganz- und Teilkörperbestrahlungen mit modernen UV-Geräten an. Dabei kommen folgende Verfahren zum Einsatz:
 
Selektive UVB-Therapie (SUP):
Anwendungsgebiete (Indikationen): Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), meist in Kombination mit äußerlich anzuwendenden Medikamenten, Neurodermitis (Atopisches Ekzem), gelegentlich Akne sowie zahlreiche seltenere Hauterkrankungen (Prurigo,Parapsoriasis usw.)
 
PUVA-Badtherapie (Teilkörper, Hände und Füsse):
Anwendungsgebiete: Schuppenflechte (besonders an Händen und Füssen), schwere Hand- und Fußekzeme, Knötchenflechte (Lichen ruber), Verhornungsstörungen an Händen und Füssen, Granuloma anulare (entzündliche umschriebene Bindegewebsdegeneration), umschriebene Formen der Sklerodermie (zirkumskripte Sklerodermie, Morphea), hartnäckige Formen des kreisrunden Haarausfalls (Alopecia areata) u.a.
 
Durchführung: Die betroffenen Stellen werden in der Praxis rund 20 min. in warmem Wasser, das mit einem lichtempfindlich machenden Medikament (Psoralen, 8-Methoxypsoralen) versetzt ist, gebadet und anschließend mit UVA-Licht bestrahlt.
 
PUVA-Cremetherapie (Ganzkörper, Teilkörper):
Anwendungsgebiete: schwere Formen der Schuppenflechte und des atopischen Ekzems (Neurodermitis), Knötchenflechte (Lichen ruber), Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), zirkumskripte Sklerodermie, Granuloma anulare, Parapsoriasis u.a.
 
Durchführung: Die befallenen Hautstellen werden 2 Stunden vor Bestrahlung dünn mit der mitgegebenen oder rezeptierten "PUVA-Creme" eingerieben (kann zu Hause erfolgen), dann erfolgt die UVA-Bestrahlung in der Praxis.
 
Systemische PUVA-Therapie:
Anwendungsgebiete: wie PUVA-Cremetherapie, "Hardening" (Abhärtung) bei schweren Formen der Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose), ferner seltenere Erkrankungen wie Mastozytose und kutane T-Zell-Lymphome (Mycosis fungoides)
 
Durchführung: 2 Stunden vor Bestrahlung werden lichtsensibilisierende Tabletten eingenommen (Meladinine ®), dann wird eine UVA-Bestrahlung in der Praxis durchgeführt. Die systemische PUVA-Therapie ist gegenüber den obengenannten "lokalen" PUVA-Therapien mit einigen Nachteilen und Nebenwirkungen behaftet (manchmal schlechte Verträglichkeit der Tabletten, notwendiges Tragen einer speziellen Lichtschutzbrille an den Tagen der Bestrahlung, notwendiger Ganzkörper-Lichtschutz, eventuell Erhöhung des Hautkrebsrisikos bei Langzeittherapie u.a.), so daß sie trotz hervorragender Wirksamkeit bei vielen Hauterkrankungen nur dann eingesetzt werden sollte, wenn andere Therapiemaßnahmen versagt haben.
 
UVA/UVB-Kombinationstherapie:
Anwendungsgebiete: Prurigo, Hautjucken ohne erkennbare äußere Veränderungen ("Pruritus sine materia"), Neurodermitis, Abhärtung bei Sonnenallergie ("Hardening" bei polymorpher Lichtdermatose) uva.
 
Über die jeweils geeignete Bestrahlungsform, deren Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen werden Sie ausführlich informiert.
 
 


Hautärzte Dres. med. Tanja und Franz Nachbar  -  Salzsenderzeile 6  -  83512 Wasserburg  -  Tel. 08071-51928  -  E-Mail: info@dr-nachbar.de