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Ambulante Operationen

Ambulantes Operieren umfasst die ambulante Durchführung von großen Operationen in der Praxis, der strenge fachliche, bauliche, apparative, hygienische und personelle Voraussetzungen zugrundeliegen. Bei unserer Praxis handelt es sich um eine operative Schwerpunktpraxis mit der Genehmigung der Landesärztekammer zum Führen der Bezeichnung "Ambulante Operationen". Pro Jahr werden über 2000 Eingriffe in der Praxis durchgeführt.

Folgende große operativen Eingriffe erfolgen in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung), bei Bedarf aber auch in Stand-by-Analgesie (oberflächlicher Narkose) oder in Vollnarkose (Intubationsnarkose) unter Hinzuziehung eines erfahrenen Anästhesisten (Narkosearztes):

  • Kleine und große freie Hauttransplantationen zur Deckung von Hautdefekten z.B. nach operativer Entfernung bösartiger Hautgeschwülste, in Form von Spalt- und Vollhauttransplantaten, bei ausgedehnten Defekten auch als sogenannte "Mesh-grafts"
  • Regionäre Lappenplastiken ("Hautverschiebungen") zur Defektdeckung im Gesicht und an anderen Hautstellen, z.B. in Form von Rotationslappen, Transpositionslappen, VY-,W-,U- und VT-Plastiken, Doppelschwenklappen, Visierlappen u.a.
 

Nasenlippenfurche - vor Operation

Nasenlippenfurche - nach modifizierter Transpositionslappenplastik

 
  • Operationen an Finger- und Zehenweichteilen (z.B. Nagelwallplastiken, Entfernung zystischer Tumore und Blutadergeschwülste u.a.)
  • Operative Entfernung von Tumoren mit nachfolgender Defektdeckung an kritischen Lokalisationen, z.B. am Ohr, an der Brust, an der Nase, an der Lippe, am Penis, an den Schamlippen usw.
  • Operation kleiner Steißbeinfisteln, Analfisteln, Leisten-,Genital- und Achselabszesse
  • Operation tiefliegender Geschwülste der Unterhaut, z.B. von Fettgewebsgeschwülsten (Lipomen)
 
Endgültiger Defektverschluss mit Hautnaht als sog. fortlaufender Intrakutannaht

Endgültiger Defektverschluss mit Hautnaht als sog. fortlaufender Intrakutannaht

Unterhaut- u. Fasziennaht nach Entfernung einer tiefliegenden Geschwulst am Unterschenkel

Unterhaut- u. Fasziennaht nach Entfernung einer tiefliegenden Geschwulst am Unterschenkel

 
  • Operationen in der Mundhöhle
  • Nasenverkleinerung bei Pfundsnase (Rhinophym) sowohl mittels chirurgischer Dermabrasion wie auch mit moderner Laserablation (meist kombiniert)
  • Opereration aller bösartigen Geschwülste der Haut einschließlich nachfolgender plastisch-chirurgischer Deckung (Melanom, Basaliom, Spinozelluläres Karzinom)
 
 
 
 

Selbstverständlich werden auch alle kleineren dermatochirurgischen Eingriffe durchgeführt, z.B. Entfernen von Dellwarzen (Mollusken) bei Kindern, Entnahmen von Gewebeproben (Biopsien) der Haut zur Diagnostik unklarer Hautveränderungen und vieles mehr.


Krampfaderoperationen (Phlebochirurgie):

  • Entfernung sogenannter Seitenast-und Perforansvarizen an Unter- und Oberschenkeln in minichirurgischer Technik
  • Unterbindung und Herausziehen der großen oberflächlich gelegenen Venenstämme an den Beinen von der Leiste oder Kniekehle aus (Magna- und Parva-Crossektomien und Stripping)*  
  • Verpflanzung von Hautstücken auf nichtheilende Beingeschwüre (Spalthauttransplantationen) oder Unterbindung der sogenannten "Zeigervenen" bei Geschwüren

*Diese Operationen werden u.a. aus kapazitiven Gründen aktuell (Stand 08-2014) nicht (mehr) in der Praxis durchgeführt.

Zustand nach sog. Venenstripping der Vena saphena magna (große Rosenvene)

Zustand nach sog. Venenstripping der Vena saphena magna (große Rosenvene)


Laserchirurgie

Welche laserchirurgischen Therapieformen in der Praxis angeboten werden, erfahren Sie im Abschnitt Dermatologische Lasertherapie.


Kryochirurgie ("Vereisen"):

Einige Hautveränderungen lassen sich gut durch sogenannte kryochirurgische (kältechirurgische) Therapieverfahren beseitigen oder bessern. Wir verwenden hierzu in der Praxis flüssigen Stickstoff (-196°C), der sowohl mittels Kontaktverfahren über spezielle Sonden unterschiedlicher Größe wie auch im Sprühverfahren auf die entsprechenden Hautveränderungen zur Gewebevereisung aufgebracht werden kann.

Die wichtigsten Einsatzgebiete der Kryochirurgie sind:

  • Vereisung von frühkindlichen und Säuglingshämangiomen ("Blutschwämmen"). Das Verfahren ist effektiv und kann in manchen Fällen die Therapie mit dem Farbstofflaser, die nur in wenigen Zentren in Bayern möglich ist, ersparen.
  • Vereisung von Warzen, besonders an Händen und Füssen, aber auch anderen Stellen auf der Haut
  • Behandlung von Wulst- und Wuchernarben ("Keloiden"). Hier kann die Kryochirurgie allein oder in Kombination mit anderen Verfahren (Einspritzungen, vorhergehende Laserabtragung dicker Narben) eingesetzt werden

Durch die Verwendung moderner Laser- und Lichttechniken ist das Einsatzgebiet der Kältechirurgie in den letzten Jahren deutlich geschrunpft.

Durch das Inkrafttreten der neuen bayerischen Landes-Hygienerichtlinie ab 2014 kann es bei einigen der genannten operativen Leistungen u.U. zu Einschränkungen bei der Durchführung der Leistungen im Rahmen einer ambulanten Operation kommen. Nähe Informationen erhalten Sie bei Bedarf in der Praxis.